Nicht nur IT-Firmen sondern auch kleine und mittlere Unternehmen jeder Art suchen nach passenden IT-Management-Lösungen. Die wachsenden Datenmengen, zunehmende Cyber-Kriminalität und generell die rasche Entwicklung der Technologie machen diese Aufgabe nicht einfach. Vor allem kleine Unternehmen fragen sich darum, wie sie ihre IT am besten verwalten.

Administration by Turnschuh
Virtuelle Desktop-Infrastruktur
Managed Workplace
Cloud Office
Cloud-Managed Workplaces

Administration by Turnschuh

Die in vielen kleinen Organisationen weit verbreitete Turnschuh-Administration beschreibt ein althergebrachtes Verfahren. Der interne oder externe IT-Mitarbeitende muss jeden einzelnen Rechner zu Fuss erreichen. Etwas moderner geht das heute mit Remote Desktop, Teamviewer und dergleichen. Das Prinzip bleibt aber dasselbe. Was bei kleinen Netzwerken noch funktionieren mag, stösst ab einer gewissen Grösse an seine Grenzen. Die Individualität ist der grösste Vorteil und gleichzeitig das grösste Risiko dieses IT-Managementansatzes. Einerseits ist eine individuelle Lösung und ein persönlicher Kontakt mit dem IT-Verantwortlichen möglich. Anderseits stellt die mangelnde Standardisierung ein grosses Sicherheitsproblem dar. Probleme werden meist erst behoben, wenn sie bereits aufgetreten sind (reaktiver Support). Zudem erfordert eine solche IT-Managementlösung viel Handarbeit und Zeit, da eine Automatisierung selbst einfacher Aufgaben nicht möglich ist. Für die meisten Unternehmen ist dieser Ansatz ineffizient und der einzelne Administrator ist letztlich überfordert, weil er Spezialist für alles sein muss. Auch bei kleinen Unternehmen hat diese Lösung keine Zukunft.

Virtuelle Desktop-Infrastruktur

Die virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) beschreibt ein Verfahren, bei dem die Desktopumgebung der Anwender von einem zentralen Server bereitgestellt wird. Die lokalen Geräte dienen den Anwendern nur noch als Bildschirme und für die Eingabe von Daten. Die Leistung der lokalen Geräte, sogenannten Thin Clients, spielt keine Rolle mehr, da alle Anwendungen auf dem Server ausgeführt werden. VDI ist auch als serverbasiertes Computing bekannt. Vorteile der VDI finden sich in der serverbasierten, zentralen Verwaltung der Desktops. Anstatt einzelne Clients zu verwalten, reicht es, Updates und Software einmal auf dem Server zu installieren. Der virtuelle Desktop ist überall verfügbar, wo ein entsprechender Client (Viewer) existiert und eine Netzwerkverbindung zum Server besteht. Für das Home Office ist VDI eine gute Lösung, weil keine Daten und Software auf den privaten Rechner übertragen werden müssen.
Die zentrale Bereitstellung ist aber auch der grösste Nachteil. Ein virtueller Desktop braucht eine permanente Netzwerkverbindung von guter Qualität. Ohne Netzwerkverbindung läuft gar nichts. Eine langsame oder instabile Verbindung macht das Arbeiten mühsam, weil die Eingaben und der Bildschirmaufbau verzögert verarbeitet werden. Auch gibt es noch immer Software, allen voran Bild- und Videobearbeitung, GIS und CAD-Anwendungen, die mit VDI (noch) nicht zufriedenstellend funktionieren. Nicht zuletzt darf bei VDI auch die Lizenzthematik nicht vergessen werden, da die Installation auf einem zentralen Server meist nach einer entsprechenden Lizenz verlangt. Wer seine VDI nicht selbst betreibt, muss sich unbedingt auch mit der Frage nach dem Standort der Daten und der Datenhoheit auseinandersetzen. Trotz dieser Nachteile findet die virtuelle Desktop-Infrastruktur eine zunehmende Verbreitung.

Managed Workplace

Managed Workplaces sind der Klassiker bei grösseren Organisationen. Die Arbeitsplatzgeräte, auch Clients genannt, werden von einem zentralen Server im eigenen Netzwerk verwaltet. Im Gegensatz zum weiter oben erläuterten VDI-Ansatz sind Betriebssystem und Anwendungen lokal installiert und funktionieren auch unabhängig vom Server. Bei korrekter Umsetzung lassen sich die Arbeitsplätze beliebig austauschen, weil alle benutzerspezifischen Daten und Einstellungen auch auf dem Server gespeichert werden. Dank Standardisierung und Automatisierung erreicht man eine hohe Sicherheit und Verfügbarkeit. Als Nachteil kann man die Abhängigkeit von Microsoft betrachten, da solche Lösungen grösstenteils ausschliesslich auf deren Produkte basiert. Für Kleinunternehmen eignet sich dieser Ansatz aus Kostengründen nur bedingt, da er den Betrieb einer Serverinfrastruktur voraussetzt. Dies setzt entsprechendes Know-how voraus und verursacht Kosten für Hardware, Betrieb, Wartung und Lizenzen.

Cloud Office

Als Cloud Office bezeichnet man Lösungen, bei denen die Anwendungen hauptsächlich über den Webbrowser genutzt werden. Das wohl prominenteste Beispiel ist Google Docs. Microsoft bietet mit Office 365 oder Dropbox mit Paper ähnliche Lösungen. Der grosse Vorteil solcher Lösungen liegt darin, dass meist keine Applikationen installiert werden müssen und der „Arbeitsplatz“ damit überall ist, wo ein Webbrowser und Internet verfügbar sind. Ein grosses Problem, insbesondere für Unternehmen mit sensiblen Daten, stellt jedoch der (oft) nebulöse Datenstandort dar. Insbesondere, weil heute die meisten Anbieter US-amerikanische Unternehmen sind, die, allen Beteuerungen zum Trotz, den Datenschutz nicht gewährleisten können. Auch die absolute Abhängigkeit von einem Anbieter ist unbedingt zu berücksichtigen. Fällt ein Dienst aus oder wird vom Anbieter eingestellt, geht gar nichts mehr.
Auch bei der Nutzung von Cloud-Office-Diensten braucht es Geräte, um darauf zuzugreifen. Diese müssen in einem Unternehmen weiterhin auf die eine oder andere Art verwaltet werden. Spezielle Aufmerksamkeit gilt zudem der Verwaltung der Nutzer und Zugangsberechtigungen. Schnell ist es passiert, dass ein ehemaliger Mitarbeiter nicht gesperrt wird oder ein Sharing Link unbemerkt in die falschen Hände gerät. Nicht zu vergessen ist, dass bei Billig- und Gratis-Angeboten die Währung Privatsphäre heisst. Sie bezahlen also mit ihren Daten. Cloud-Office-Lösungen erleben gegenwärtig eine rasante und dynamische Entwicklung.

Cloud-Managed Workplaces

Als Cloud Managed Workplaces bezeichnet man Angebote, die die Vorteile von Managed Workplaces und Cloud-Angeboten kombinieren und die Nachteile und Probleme wie Anbieterabhängigkeit, Datenschutz, etc. reduzieren. Die zentrale Verwaltung der eigenen IT-Infrastruktur erfolgt übers das Web (oder eben die Cloud) und erfordert keine speziellen IT-Kenntnisse. Es werden keine teuren und energiefressenden Server vor Ort benötigt. Die Datenhoheit bleibt beim Unternehmen. Ein hoher Grad an Standardisierung und Automatisierung ermöglicht eine sichere und kosteneffeziente Lösung. Diese Lösung ist besonders für kleine Unternehmen, die eine aktuelle und sichere IT benötigen, gut geeignet. ITIGO hat sich auf diesen Managementansatz spezialisiert.

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Bildquelle: Kevin Dooley, flickr.com